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Nächste Kundgebung am 19.09.2020 auf dem östlichen Münsterplatz (am Georgsbrunnen, nähe Schuhaus Werdich) von 11 bis 13 Uhr

Wir wollen das aktuelle Hearing zum Auslieferungsverfahren von Julian Assange mit einer Kundgebung begleiten. Dort können Sie sich zum aktuellen Stand des Verfahrens und über die Hintergründe seiner Inhaftierung informieren. Wir würden uns über regen Besuch sehr freuen.

Aktuelle Informationen zur Anhörung erhält man hier vom Blog des ehemaligen britischen Botschafters und Menschenrechtsaktivisten Craig Murray.

Seit April 2019 ist Julian Assange, der mehrmals für den Friedensnobelpreis nominierte Enthüllungsjournalist und Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London eingesperrt.

Über dieses Gefägnis schreiben der Journalist und Autor Kai Biermann und der preisgekrönte Journalist Holger Stark auf Zeit Online: „Das Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, im Südosten Londons gelegen, wurde einst für Terroristen und andere Schwerverbrecher gebaut, ehemalige Kämpfer der nordirischen IRA sitzen hier ein und berüchtigte Islamisten. Wegen der harten Haftbedingungen wird das Gefängnis auch die ‚britische Version von Guantánamo Bay‘ genannt.“

Erschwerend kommt hinzu, dass Julian Assange dort in einer winzigen Zelle auf 2 mal 3 Metern 23 Stunden am Tag in Isolationshaft gefangen gehalten wird. Diese unmenschlichen Haftbedingungen verschlechtern seinen sowieso schon schlechten physischen und psychischen Zustand.

Wenn ein Journalist und Publizist, der über Wikileaks Kriegsverbrechen, Korruption, Fehlverhalten von Regierungen, Banken und Konzernen aufdeckte, eingesperrt wird und 175 Jahre Haft zu befürchten hat, ist dies ein in der westlichen Welt noch nie dagewesener Angriff auf die Pressefreiheit und somit letztendlich auch ein Angriff auf unsere Demokratie.

Wir wollen dagegen protestieren und damit unsere Politiker zum Handeln auffordern!

Deshalb veranstalteten wir am 05.09.2020 in der Herrenkellergasse 11 vor dem MEMORY-LAB eine Kundgebung, auf welcher wir die Grausamkeit der Isolationshaft von Julian Assange aufzeigten.

Durch den maßstabsgetreuen Nachbau einer Zelle wurde verdeutlicht, wie klein eine solche Zelle ist. Und mittels einer Virtual Reality Brille konnte man sich selbst direkt in eine solche Zelle begeben. Zum Glück haben wir die Möglichkeit, diese erschreckende Erfahrung dann jederzeit beenden zu können. Julian Assange aber muss das nun schon seit 16 Monaten aushalten, nachdem er zuvor ja schon 7 Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London eingesperrt war.

Wir danken allen Besuchern und Akteuren, die ihre Solidarität mit Julian Assange bekundet haben. Nachfolgend einige Bilder der Kundgebung.

Vom Fenster des Memory-Lab aus appelliert Julian an die Pasanten, Ihm zu helfen:

Der Eingang zu der maßstabsgetreu nachgebauten Zelle:

In der Zelle fragt man sich, wie es jemand in solch beengten Verhältnissen 23 Stunden am Tag aushalten soll? Die UN betrachtet Isolationshaft länger als 15 Tage als Folter:

Mittels einer Virtual Reality Brille konnten sich Besucher zusätzlich ein 3-dimensionales Bild davon machen, wie bedrückend es sich in solch einer Zelle aussieht:

Der Infostand vor der Zelle. Dort konnten Besucher die Petition von Amnesty International zur Freilassung von Julian Assange unterschreiben. Diese können Sie hier auch online unterschreiben. Jede Unterschrift ist wertvoll!

„Ich kann mich nicht selbst wehren und zähle auf dich und andere Menschen mit gutem Charakter, um mein Leben zu retten. Ich bin ungebrochen. Aber die Tage, an denen ich lesen und sprechen und mich organisieren konnte, um mich, meine Ideale und meine Leute zu verteidigen, sind einstweilen vorbei, bis ich wieder frei bin. Ihr alle müsst meinen Platz einnehmen.“ (Julian Assange)

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